Gesundheitsratgeber

Gefühl des Fußbrennens: Ursachen, Symptome und Managementmethoden

Dr. SengullerDr. Senguller14. Mai 2026
Gefühl des Fußbrennens: Ursachen, Symptome und Managementmethoden

Was ist das Gefühl von Brennen in den Füßen?

Das Gefühl von Brennen in den Füßen kann bei manchen Personen leicht auftreten, während es bei anderen deutlicher und störender sein kann. Dieser Zustand ist in der Regel durch eine Temperaturerhöhung und Schmerzen an der Fußsohle gekennzeichnet, kann jedoch gelegentlich auch auf Knöchel und Beine ausstrahlen. Das Brennen und der Schmerz können dauerhaft anhalten, aber auch periodisch abnehmen oder verschwinden. Zusätzlich können in diesen Bereichen Empfindungen wie Kribbeln oder Taubheit auftreten.

Was ist das Fußbrennsyndrom?

Das in der Medizin auch als "Grierson-Gopalan-Syndrom" bekannte Brennen der Füße ist ein Syndrom, das am häufigsten an der Fußsohle empfunden wird, aber manchmal bis zu den Fußknöcheln und Beinen reichen kann. Dieses Syndrom zeichnet sich durch eine unangenehme Temperaturerhöhung, Brennen und manchmal auch Taubheit und Kribbeln in den Füßen aus. Die Intensität der Beschwerden variiert von Person zu Person, wird jedoch in den meisten Fällen nachts deutlicher und kann die Schlafqualität negativ beeinflussen.

Die Entwicklung einer Überempfindlichkeit gegenüber jeder Berührung an den Füßen wird als "Hyperästhesie" bezeichnet und ist ein häufiges Symptom beim Fußbrennsyndrom. Nachfolgend sind häufige Symptome aufgeführt, die dieses Syndrom begleiten können:

  • Vor allem nachts zunehmendes Wärme- oder Brenngefühl

  • Taubheit und Kribbeln in den Füßen oder Beinen

  • Scharfer, stechender oder messerstichartiger Schmerz

  • Gefühl von Schwere oder dumpfem Schmerz in den Füßen

  • Rötung und übermäßige Wärme der Haut

  • Übermäßige Empfindlichkeit gegenüber Berührung

Die Intensität und Dauer der Symptome kann individuell stark variieren. Während eine Person ein leichtes und dauerhaftes Brennen verspürt, kann eine andere diesen Schmerz intermittierend, aber intensiver empfinden.

Was verursacht das Gefühl von Brennen in den Füßen?

Zu den Hauptursachen für das Brennen in den Füßen zählt die "Neuropathie", die einen Nervenschaden bezeichnet. Sie tritt insbesondere häufiger bei Patienten mit langjährigem Diabetes oder bei Personen mit schlecht eingestelltem Blutzucker auf. Nervenschäden führen dazu, dass auch ohne tatsächliche Verletzung im Gewebe falsche Schmerzsignale an das Gehirn gesendet werden; dies äußert sich durch Kribbeln, Taubheit und Brennen in den Füßen.

Darüber hinaus gibt es weitere Zustände, die zu Brennen in den Füßen führen können:

  • Chronische Nierenerkrankung

  • Sensible Störungen aufgrund der Beeinträchtigung kleiner Nervenfasern in der Haut (kleinfaserige Neuropathie)

  • Mangel an Vitamin B12, Folsäure oder B6

  • Übermäßiger Alkoholkonsum

  • Niedrige Schilddrüsenhormonwerte (Hypothyreose)

  • Infektionen wie Lyme-Borreliose

  • Pilzerkrankungen wie Fußpilz

  • HIV/AIDS

  • Abnorme Proteinablagerungen in den Nerven (amyloide Polyneuropathie)

  • Chemotherapie

  • Überschuss an Vitamin B6

  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente

  • Erythromelalgie mit Erweiterung der Gefäße an Händen und Füßen

  • Vergiftung mit Schwermetallen wie Blei, Quecksilber, Arsen

  • Gefäßentzündung (Vaskulitis)

  • Abnorme Reaktionen des Immunsystems auf bestimmte Gewebe (Sarkoidose)

  • Neurologische Erkrankungen wie Guillain-Barré-Syndrom und chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)

Bei manchen Personen kann die Ursache des Brennens in den Füßen trotz umfassender Tests nicht eindeutig festgestellt werden.

Warum verstärkt sich das Brennen der Füße nachts?

Das Brennen in den Füßen kann insbesondere nachts intensiver empfunden werden. Nach einem anstrengenden Tag oder aufgrund einfacher Ursachen wie einer oberflächlichen Infektion kann es zu einem vorübergehenden Brennen kommen, doch ein häufig wiederkehrendes und dauerhaftes Problem kann tatsächlich ein Hinweis auf Nervenschäden sein. Es ist bekannt, dass nächtliches Brennen der Füße das Einschlafen und die Schlafqualität negativ beeinflussen kann. Um diesen Zustand zu lindern, können folgende einfache Methoden angewendet werden:

  • Die Füße 10-15 Minuten in lauwarmem (nicht brennend heißem) Wasser baden

  • Die Beine ausruhen und hochlagern

  • Schmerzmittel oder Cremes nach ärztlicher Empfehlung verwenden

  • Leichte Massage durchführen

Feststellung der Ursache für das Brennen der Füße

Die Aufklärung der zugrunde liegenden Ursache des Brennens in den Füßen ist wichtig, um die richtige Behandlung zu erreichen. Es ist jedoch nicht immer möglich, das Brennen oder den Schmerz objektiv zu messen. Für die Diagnose werden die nachfolgend zusammengefassten Methoden verwendet:

Medizinische Anamnese und körperliche Untersuchung: Ihr Arzt sammelt detaillierte Informationen über Ihren aktuellen Gesundheitszustand, die eingenommenen Medikamente und die aufgetretenen Symptome. Außerdem werden durch Untersuchung des betroffenen Bereichs Ihre Reflexe, Infektionszeichen oder Hautveränderungen beurteilt.

Muskel- und Nervenuntersuchungen: Die Elektromyographie (EMG) misst die elektrische Aktivität der Muskeln und hilft, zugrunde liegende Muskel- oder Nervenprobleme zu erkennen. Der Nervenleitgeschwindigkeitstest bewertet die Übertragungskapazität bestimmter Nerven.

Labortests: Mit Bluttests werden Blutzuckerwerte, Vitaminspiegel, Nieren- und Schilddrüsenfunktionen sowie verschiedene andere Parameter untersucht. Bei Bedarf können auch Urin- oder Liquoranalysen durchgeführt werden.

Nervenbiopsie: In seltenen Fällen, wenn die Diagnose schwierig ist, kann es erforderlich sein, eine kleine Nervenprobe zu entnehmen und mikroskopisch zu untersuchen.

Vorgehensweise und Therapieansätze bei Brennen der Füße

Bei der Behandlung des Brennens in den Füßen wird in erster Linie angestrebt, die zugrunde liegende Ursache zu klären und darauf basierend einen Behandlungsplan zu erstellen. Beispielsweise stehen bei brennenden Füßen infolge diabetischer Neuropathie die Blutzuckerkontrolle und die Verhinderung von Nervenschäden im Vordergrund, während bei pilzbedingtem Brennen Antimykotika (pilzhemmende Cremes) zum Einsatz kommen.

Wenn eine ursächliche Behandlung nicht möglich ist oder keine Ursache gefunden werden kann, werden Methoden angewendet, die darauf abzielen, die Lebensqualität zu verbessern und die Symptome zu lindern. Zu den allgemeinen Empfehlungen und Behandlungsmöglichkeiten gehören:

  • Ausgleich von festgestellten Vitaminmängeln (insbesondere B12, B6, Folsäure) unter ärztlicher Anleitung

  • Vermeidung von übermäßigem Alkoholkonsum

  • Bei nierenbedingten Erkrankungen gegebenenfalls Dialysebehandlung

  • Geeignete Hormonersatztherapie bei Schilddrüsenhormonmangel

  • Blutzuckerregulierende Ernährung, Medikamente oder Insulintherapie bei Diabetikern

  • Bei Bedarf Verwendung von Schmerzmitteln oder topischen Salben

Das Fußbrennsyndrom ist kein direkt lebensbedrohliches Krankheitsbild; es kann jedoch langfristig den täglichen Komfort und den Schlafrhythmus der betroffenen Person negativ beeinflussen. Eine individuell angepasste Diagnose und Behandlung, ärztliche Empfehlungen und regelmäßige Kontrollen können zu erfolgreichen Ergebnissen führen.

Häufig gestellte Fragen

1. Warum entsteht ein Brennen an der Fußsohle?

Das Brennen im Fuß tritt meist infolge von Nervenschäden (Neuropathie), Vitaminmangel, Diabetes oder Alkoholkonsum auf. Auch Pilzinfektionen, einige Stoffwechselerkrankungen oder selten Nebenwirkungen von Medikamenten können zu den Ursachen gehören.

2. Verschwindet das Brennen in den Füßen von selbst?

Je nach Ursache kann es in manchen Fällen vorübergehend sein; bei Nervenschäden oder einer systemischen Erkrankung kann es jedoch dauerhaft sein. Bei langanhaltendem und starkem Brennen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

3. Was kann man zu Hause gegen das Brennen in den Füßen tun?

Bei leichten Fällen kann es hilfreich sein, die Füße auszuruhen, extreme Temperaturen zu vermeiden, sie feucht zu halten, sie in lauwarmem Wasser zu baden und geeignetes Schuhwerk zu wählen. Bei ausgeprägten Beschwerden sollte keine Behandlung ohne ärztliche Rücksprache erfolgen.

4. Warum verstärkt sich das Brennen in meinen Füßen nachts?

Da die Nerven nachts empfindlicher werden, sich die Durchblutung verändert und tagsüber die Aufmerksamkeit auf andere Dinge gerichtet ist, kann das Brennen in den Nachtstunden stärker empfunden werden.

5. Für welche Krankheiten kann das Brennen in den Füßen ein Symptom sein?

Diabetische Neuropathie, Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenerkrankungen, Pilzinfektionen sowie einige neurologische und Autoimmunerkrankungen können Brennen in den Füßen verursachen.

6. In welchem Fall sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Wenn das Brennen in den Füßen von starken Schmerzen, Kraftverlust, anhaltender Taubheit, erheblichen Gehschwierigkeiten, rasch fortschreitenden Beschwerden, Hautwunden oder Infektionszeichen begleitet wird, ist eine dringende medizinische Abklärung erforderlich.

7. Welche Untersuchungen werden bei Brennen in den Füßen durchgeführt?

Nachdem Ihr Arzt Ihre Krankengeschichte aufgenommen hat, können Blutuntersuchungen, Nerven- und Muskelfunktionstests sowie gegebenenfalls Haut- oder Nervenbiopsien geplant werden.

8. Helfen Vitaminpräparate gegen das Brennen in den Füßen?

Nur bei nachgewiesenem Vitaminmangel kann eine angemessene Vitaminergänzung unter ärztlicher Aufsicht hilfreich sein.

9. Gibt es dauerhafte Schäden durch Brennen in den Füßen?

Wenn das zugrunde liegende Problem, wie zum Beispiel eine fortgeschrittene diabetische Neuropathie, nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann es zu dauerhaften Nervenschäden kommen.

10. Tritt das Brennen in den Füßen auch bei Kindern auf?

Obwohl es selten ist, können einige metabolische oder neurologische Probleme auch bei Kindern zu Brennen in den Füßen führen. In diesem Fall ist eine Beurteilung durch einen Kinderarzt erforderlich.

11. Tritt das Brennen im gesamten Fuß oder nur in bestimmten Bereichen auf?

Es kann sowohl an der Fußsohle als auch in Richtung Knöchel und Beine auftreten. Der Ort und die Ausbreitung der Symptome können Hinweise auf die Ursache geben.

12. Können ähnliche Empfindungen auch in anderen Organen auftreten?

Auch an den Händen und Unterschenkeln, in manchen Fällen sogar an den Armen, kann ein Brennen oder Kribbeln auftreten. Solche Befunde können auf eine weit verbreitete Nervenerkrankung oder eine systemische Erkrankung im Körper hinweisen.

Quellen

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO): Neurologische Erkrankungen: Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit

  • American Diabetes Association (ADA): Positionspapier zur diabetischen Neuropathie

  • American Academy of Neurology (AAN): Leitlinien für Small Fiber Neuropathie und neuropathische Schmerzen

  • National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS): Informationen zur peripheren Neuropathie

  • Mayo Clinic: Brennende Füße (Medizinische Überprüfung, 2023)

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Mit Freunden teilen

Brennen in den Füßen: Ursachen, Symptome und Therapieansätze | Celsus Hub