Was ist Darmkrebs? Welche Symptome treten auf? Was sind die Ursachen?

Dickdarmkrebs: Symptome, Ursachen, Diagnose und Therapieansätze
Dickdarmkrebs ist eine schwere Erkrankung, die im Dickdarm und Rektum entsteht und einen wichtigen Teil des Verdauungssystems betrifft. Er entsteht meist durch die Umwandlung von Polypen, die sich an der Darmoberfläche bilden, im Laufe der Zeit zu Krebs. Die Symptome, Ursachen und die Behandlung der Erkrankung können je nach Stadium des Krebses und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten variieren. Eine frühzeitige Diagnose verschafft, wie bei allen Krebsarten, auch im Kampf gegen den Dickdarmkrebs einen wichtigen Vorteil.
Was ist Dickdarmkrebs?
Dickdarmkrebs tritt im Dickdarm auf und gehört weltweit zu den häufigsten Krebsarten. Diese Erkrankung betrifft überwiegend Personen über 50 Jahre, kann jedoch in jedem Alter auftreten. Der Dickdarm ist etwa 1,5–2 Meter lang und besteht aus zwei Hauptabschnitten: Kolon und Rektum. Das Rektum ist der dem After nächstgelegene Endabschnitt des Dickdarms und dient als Speicherort für den Stuhl, bevor er aus dem Körper ausgeschieden wird. Das Kolon bezeichnet den vor dem Rektum liegenden breiten Darmabschnitt. Nachdem die Nahrung aus dem Dünndarm in den Dickdarm gelangt ist, werden hier Wasser und Mineralstoffe aufgenommen und die Abfälle im Rektum gespeichert.
Dickdarmkrebs beginnt in den Zellen der Schleimhautschicht, die die Innenseite des Dickdarms auskleidet.
Anatomie des Dickdarms

Krebs tritt meist in folgenden Bereichen auf:
Sigmoidkolon (S-förmiger Endabschnitt) : Der Teil des Dickdarms, der mit dem Rektum verbunden ist. Dies ist der am häufigsten betroffene Bereich. Da der Stuhl hier fester wird, sind die Zellen länger Abfallstoffen ausgesetzt, was das Risiko erhöht.
Rektum : Der dem After nächstgelegene Teil des Kolons. Krebs, der in diesem Bereich entsteht, wird als Rektumkarzinom bezeichnet, jedoch meist unter dem Begriff „kolorektales Karzinom“ zusammengefasst.
Aufsteigendes (rechtes) Kolon: Der erste Abschnitt, in den die flüssigen Abfälle aus dem Dünndarm gelangen. Tumoren in diesem Bereich verursachen meist späte Symptome, da der Stuhl noch flüssig ist. Daher werden Karzinome des rechten Kolons oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt.
Querkolon (transversales Kolon) : Der horizontale Abschnitt, der das rechte und linke Kolon verbindet. Auch hier kann Krebs entstehen, jedoch seltener als in anderen Bereichen.
Absteigendes (linkes) Kolon: Der Abschnitt, in dem die Abfälle in Richtung After weitergeleitet werden. Tumoren in diesem Bereich können sich oft durch Verstopfung, Verengung des Stuhldurchmessers, Blutungen als Frühsymptome bemerkbar machen.
Etwa 40–50 % der Fälle treten im Sigmoidkolon und Rektum auf, etwa 20 % im aufsteigenden (rechten) Kolon, der Rest im Querkolon (transversal) und absteigenden (linken) Kolon.
Was ist kolorektaler Krebs?
Kolorektaler Krebs umfasst Krebserkrankungen, die sowohl im Kolon als auch im Rektum entstehen. Er entsteht im unteren Teil des Verdauungssystems durch eine abnorme Zellvermehrung. Meist entwickelt er sich durch die Umwandlung gutartiger Polypen zu Krebs im Laufe der Zeit. Wird kolorektaler Krebs im Frühstadium erkannt, steigen die Heilungschancen erheblich.
Was sind die Symptome von Dickdarmkrebs?
Dickdarmkrebs verursacht in der Frühphase meist keine ausgeprägten Beschwerden. Die Symptome treten in der Regel erst mit dem Wachstum des Tumors auf und lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Bauchschmerzen oder Krämpfe
Lang anhaltender Durchfall, Verstopfung oder Veränderungen der Stuhlgewohnheiten
Blut im Stuhl oder dunkler (teerfarbener) Stuhl
Unerklärlicher Gewichtsverlust
Anhaltende Müdigkeit und Schwäche
Völlegefühl oder Blähungen im Bauch
Diese Beschwerden können auch auf andere Gesundheitsprobleme hinweisen. Daher ist es besonders bei anhaltenden oder unerklärlichen Problemen wichtig, einen Arzt aufzusuchen.
Ursachen und Risikofaktoren für Dickdarmkrebs
Die genaue Ursache von Dickdarmkrebs ist nicht vollständig bekannt, jedoch wurden verschiedene Risikofaktoren identifiziert:
Alter: Das Risiko steigt bei Personen über 50 Jahren.
Familiäre Vorbelastung: Bei Personen mit Dickdarmkrebs in der direkten Verwandtschaft ist das Risiko erhöht; in diesem Fall wird ein früherer Beginn der Vorsorgeuntersuchungen empfohlen.
Polypen: Polypen, die sich in der Darmwand bilden, können im Laufe der Zeit zu Krebs werden, daher ist deren Erkennung und Behandlung wichtig.
Genetische Störungen: Besonders erbliche Syndrome wie das Lynch-Syndrom (HNPCC) können das Risiko erhöhen.
Entzündliche Darmerkrankungen: Chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhöhen das Risiko.
Lebensstil: Eine ballaststoffarme, fettreiche Ernährung, Übergewicht (Adipositas), Bewegungsmangel, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum erhöhen das Risiko.
Bestimmte Gesundheitszustände: Auch Typ-2-Diabetes erhöht das Risiko für Dickdarmkrebs.
Wie wird Dickdarmkrebs diagnostiziert?
Heutzutage stehen bei der Diagnose von Tumoren des Dickdarms und Rektums endoskopische Methoden im Vordergrund. Mit der als Standard geltenden Koloskopie kann sowohl die Innenseite des Darms direkt betrachtet als auch verdächtige Polypen entfernt werden. Für die endgültige Diagnose wird eine Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe zur pathologischen Untersuchung) durchgeführt. Zur Beurteilung des Ausmaßes des Tumors oder des Metastasierungsrisikos können bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) eingesetzt werden. Der Test auf okkultes Blut im Stuhl ist eine häufig verwendete Screening-Methode.

Stadien des Dickdarmkrebses und Symptome je nach Stadium
Stadium 0 (Carcinoma in situ): Der Krebs ist noch auf die Innenschicht des Darms begrenzt. In der Regel treten keine Symptome auf.
Stadium 1: Der Krebs befindet sich in den inneren Schichten der Darmwand. Es können leichte Bauchschmerzen, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder geringe Mengen Blut im Stuhl auftreten.
Stadium 2: Der Tumor kann über die Darmwand hinauswachsen, hat aber noch keine Lymphknoten befallen. Es können Bauchschmerzen, deutliche Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, Gewichtsverlust und Blähungen auftreten.
Stadium 3: Der Krebs hat sich auf nahegelegene Lymphknoten ausgebreitet. Bauchschmerzen, Schwäche, Appetitlosigkeit und Blut im Stuhl sind ausgeprägter.
Stadium 4: Der Krebs hat sich auf entfernte Organe wie Leber oder Lunge ausgebreitet (Metastasen). Es können starke Müdigkeit, hartnäckige Bauchschmerzen, Darmverschluss und rascher Gewichtsverlust auftreten.
Wie entsteht Dickdarmkrebs?
Die Entwicklung von Dickdarmkrebs erfolgt meist durch die Umwandlung gutartiger Polypen zu Krebs im Laufe der Zeit. Genetische Veränderungen in den Zellen spielen eine Rolle; aber auch Umwelt- und Lebensstilfaktoren sind wichtig. Auch wenn keine eindeutige Ursache genannt werden kann, kann das Meiden von Risikofaktoren und die Teilnahme an Vorsorgeprogrammen vorbeugend wirken.
Wie schnell entwickelt sich Dickdarmkrebs?
Dickdarmkrebs entwickelt sich in der Regel langsam über viele Jahre. Die Umwandlung eines Polypen zu Krebs dauert im Durchschnitt 10–15 Jahre. Daher sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere für Risikogruppen, von entscheidender Bedeutung.
Arten von Dickdarmkrebs
Die große Mehrheit der Dickdarmkrebserkrankungen sind Adenokarzinome; diese Tumoren entstehen aus Drüsenzellen, die die Innenseite des Darms auskleiden. Seltener können auch andere Typen wie Lymphome, Sarkome, Karzinoide oder gastrointestinale Stromatumoren (GIST) auftreten. Die Diagnose- und Therapieansätze können sich je nach Tumortyp unterscheiden.
Behandlungsmethoden bei Dickdarmkrebs
Die Behandlung wird individuell nach Stadium der Erkrankung, Allgemeinzustand des Patienten und Eigenschaften des Tumors geplant. Im Frühstadium ist eine chirurgische Behandlung meist ausreichend; Ziel ist die Entfernung von Polypen und krebsbefallenem Gewebe. In fortgeschrittenen Fällen können Chemotherapie, manchmal Strahlentherapie und heutzutage bei einigen Patienten auch zielgerichtete Therapien oder Immuntherapien hinzukommen. Die Nachsorge und Behandlung sollten von einem spezialisierten Team durchgeführt werden.
Dickdarmkrebs-Operation
Die Chirurgie ist der grundlegende Ansatz in der Behandlung von Dickdarmkrebs. Das angewandte Verfahren richtet sich nach Lage und Ausbreitung des Tumors; im Frühstadium kann nur der Polyp entfernt werden, in fortgeschritteneren Fällen kann eine partielle Kolektomie (Entfernung eines Teils des Dickdarms zusammen mit nahegelegenen Lymphknoten) erforderlich sein. Umfang der Operation und Erholungsphase des Patienten hängen vom Stadium der Erkrankung und individuellen Faktoren ab.
Mögliche Risiken der Dickdarmkrebs-Operation
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch bei Operationen gegen Darmkrebs bestimmte Risiken und Komplikationen auftreten. Dazu zählen Blutungen, Verletzungen von Organen (z. B. Harnwege, Blase, Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse oder Darm), Nahtinsuffizienzen am Darm, Infektionen im Operationsgebiet und Nervenschäden. Diese Risiken werden durch sorgfältige Überwachung vor und nach der Operation möglichst minimiert.
Worauf nach der Operation zu achten ist
In der postoperativen Phase können bei den Patienten leichte bis mäßige Schmerzen sowie gelegentlich Infektionen oder Blutungen auftreten. Gegen die Schmerzen werden die vom Arzt empfohlenen Medikamente eingesetzt, und zur Vorbeugung von Infektionen können Antibiotika verabreicht werden. Die Förderung der Durchblutung durch Bewegung (z. B. frühe Mobilisierung und Übungen) sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind wichtig zur Vermeidung von Komplikationen. Es ist wichtig, den Empfehlungen des Arztes zu folgen und während des Heilungsprozesses auf die Ernährungsempfehlungen zu achten.
Heilungsprozess und Aufenthaltsdauer im Krankenhaus
Nach einer Darmkrebsoperation ist im Durchschnitt ein Krankenhausaufenthalt von 5–10 Tagen erforderlich. Auch nach der Entlassung kann die Genesung ein bis zwei Monate dauern. In dieser Zeit ist es wichtig, die Ernährungsempfehlungen zu befolgen, die Medikamente regelmäßig einzunehmen und die Kontrolltermine nicht zu versäumen, damit der Prozess gesund verläuft.
Was kann man tun, um Darmkrebs vorzubeugen?
Eine ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährung, ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D, Erhaltung eines gesunden Körpergewichts, regelmäßige körperliche Aktivität sowie der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sind wichtige Schutzfaktoren. Besonders nach dem 50. Lebensjahr ermöglichen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen eine frühzeitige Erkennung der Krankheit und verbessern die Gesundheitsprognose.
Wer ist einem Risiko für Darmkrebs ausgesetzt?
Weltweit wird Darmkrebs häufiger bei Personen über 50 Jahren festgestellt. Personen mit einer familiären Vorgeschichte von kolorektalem Krebs wird empfohlen, bereits in jüngeren Jahren regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine ballaststoffarme und proteinreiche Ernährung, Vitamin-D-Mangel und Gesundheitsprobleme wie Diabetes das Risiko ebenfalls erhöhen.
Wo wird der Schmerz bei Darmkrebs typischerweise empfunden?
Er kann im unteren oder seitlichen Bauchbereich, manchmal auch als diffuser Bauchschmerz empfunden werden.
Ist ein positives Stuhltest-Ergebnis ein Hinweis auf Darmkrebs?
Ein positives Ergebnis beim Test auf okkultes Blut im Stuhl kann auf eine Blutung im Darm hinweisen, einschließlich Darmkrebs. Für eine endgültige Diagnose sind weiterführende Untersuchungen erforderlich.
Kann Darmkrebs im Ultraschall erkannt werden?
Der Ultraschall ist in der Regel nicht ausreichend, um Darmtumoren direkt zu erkennen. Für die Diagnose sind Methoden wie Koloskopie und CT effektiver.
Ist eine Darmkrebsoperation riskant?
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen bestimmte Risiken, aber mit einem erfahrenen Team und angemessener Nachsorge können diese Risiken reduziert werden.
Welche Fachabteilung ist bei Darmkrebs (Darmtumor) aufzusuchen?
Die Fachbereiche Allgemeinchirurgie und/oder Gastroenterologie sind die zuständigen Disziplinen für Diagnose und Behandlung.
Wie lange dauert eine Darmkrebsoperation?
Je nach Lage und Ausbreitung des Tumors dauert sie im Durchschnitt zwischen 2 und 3 Stunden.
Kann Darmkrebs medikamentös behandelt werden?
In fortgeschrittenen Stadien können medikamentöse Therapien wie Chemotherapie angewendet werden. In frühen Stadien ist jedoch die Operation die Hauptbehandlung.
Ist Darmkrebs genetisch bedingt?
Bei Personen mit familiärer Vorgeschichte von Darmkrebs ist das Risiko aufgrund genetischer Veranlagung erhöht, aber nicht alle Fälle sind genetisch bedingt.
Kann Darmkrebs wiederkehren?
Regelmäßige Nachsorge nach der Behandlung ist wichtig. In manchen Fällen kann die Krankheit wiederkehren, daher sollten die Empfehlungen des Arztes befolgt werden.
Sind Darmkrebs und Rektumkrebs dasselbe?
Darm- und Rektumkrebs weisen ähnliche Merkmale auf, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Lokalisation, Behandlung und Herangehensweise. Beide zusammen werden als „kolorektaler Krebs“ bezeichnet
Quellen
Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Informationsseite zu kolorektalem Krebs
https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/colorectal-cancer
Amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society) – Colorectal Cancer Guidelines
Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) – Colorectal Cancer Clinical Practice Guidelines
US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) – Informationen zu kolorektalem Krebs
The Lancet, New England Journal of Medicine – Aktuelle Forschung zu kolorektalem Krebs
Wir sind am Ende unseres Artikels angelangt. Vielleicht sind Sie oder ein geliebter Mensch mit dieser Krankheit konfrontiert.
So wie das Universum das Gute und das Schlechte, das Schöne und das Hässliche, Leyla und Mecnun in sich birgt, so trägt es auch Krankheit und Heilung in sich.
Möge das, was Sie erwartet, die nächste Station auf Ihrem Weg die Station der Heilung sein.
Wissen ist Macht. Jeder Schritt, den Sie mit Wissen bei einer Krankheit machen, wird der schönste Weg zur Hoffnung sein.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Liebsten ein gesundes, heilendes Leben…